Kristina & Patrick – Hochzeit in Neuburg

_DSC9782   Hochzeitsfotografen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Manchmal habe ich den Eindruck, dass jeder, der eine große Kamera besitzt auch irgendwie in diesem Geschäft mit drinsteckt. Anscheinend gibt es viele Paare, die sich von Ihren Tag auch ganz besonders schöne Fotografien wünschen, sodass für professionelle und semiprofessionelle Hochzeitsfotografen genügend Platz auf dem Heiratsmarkt bleibt. Eigentlich war mir das Hochzeiten fotografieren immer etwas suspekt. Hochzeit, das hatte in meiner Wahrnehmung viel mit Feiern und Party zu tun. Noch in meiner Schulzeit hatte ich als Gelegenheitsfotograf auf unseren Oberstufenparties mit alkoholgeladenen Veranstaltungen schlechte Erfahrungen gemacht. Diese Schnappschüsse sind nach meinem Empfinden nur dafür wichtig, dass die Besucher am nächsten Tag ihre Promillezahl aus den Grimassen und den geröteten Ecken ihrer Augen lesen können. Oder um herauszufinden, mit wem sie den letzten Abend eigentlich verbracht haben. Als Kristina und Patrick mich fragten, ob ich denn ihre Hochzeit fotografieren würde, sagte ich trotzdem sofort ja. Woran das lag? Nun, euch mag das schon lange klar gewesen sein: Heiraten und die damit verbundenen Feierlichkeiten sind beim genaueren hinsehen eben doch viel mehr, als sich in der Münchner Innenstadt aus Lust und Laune heraus ein paar Bier hineinzustellen. Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, ob mir das Heiraten mit all seinen traditionellen Riten und Abläufen gefällt. Ich frage mich manchmal, ob dieses Ereignis wirklich der romantischste und schönste Tag im Leben zweier Menschen sein muss, da mir diese Erwartungshaltung immer wieder begegnet. Eines ist jedenfalls sicher: Im Gegensatz zur Party- und Veranstaltungsfotografie haben die Ergebnisse sehr viel länger Bedeutung. Zugegebenermaßen war ich vor dem Tag der Wahrheit sehr nervös. Ich wollte keinen wichtigen Augenblick verpassen. Aber welche Momente sind denn die besonderen und wie läuft so eine Hochzeit eigentlich ab? Meine letzte war schon einige Zeit her. Normalerweise treffe ich mich einzeln mit den Menschen, die vor meiner Kamera stehen sollen. In diesen Situationen kann ich meine Energie auf eine Person konzentrieren. Inmitten einer Hochzeitsgesellschaft geht das nicht und außerdem bestehen Paare allein schon aus zwei Menschen. Ich befürchtete, im Strom der Ereignisse, Eindrücke, Gefühle und Erwartungen den Überblick zu verlieren. Da half nur eines: Gute Vorbereitung. Wie erwartet wurden die zwei Tage und das gemeinsame Hochzeitsshooting in der Woche danach für mich sehr aufregend – und überaus anstrengend. Ob ich das nochmal machen würde? Ja, ich denke schon. Hin und wieder ein Paar in dieser Weise fotografisch zu begleiten, das ist für mich etwas erstrebenswertes. Es faszinierte mich, eine besondere Rolle vor, während und nach diesem Fest zu spielen. Ich konnte die Tage von Kristina und Patrick aus nächster Nähe mitverfolgen, hinter die Kulissen der Hochzeit und die des Brautpaares schauen. Die große persönliche Nähe zu den beiden war mir sehr wichtig und mit ihrer Offenheit haben sie es mir auch sehr einfach gemacht. Beides trug dazu bei, dass die Fotografien natürlich und authentisch Stimmungen, Gefühle und Persönlichkeit der beiden widerspiegeln.   _DSC8184 _DSC7508 _DSC9882 _DSC9866 _DSC9763 _DSC8629 _DSC8536 _DSC8597 _DSC8877 _DSC9352 _DSC8990