Unter Brüdern.

_DSC5359 Diesen gemeinsamen Nachmittag hatten wir schon lange ins Auge gefasst und es hat (wie bei uns Brüdern üblich) eine ganze Weile gedauert, bis er Wirklichkeit wurde. Umso mehr macht es mich glücklich, dass wir noch im alten Jahr dazu kamen. Im Vorfeld überlegte ich lange, welche Kulisse zu Ihm passt. Ich dachte zunächst an den Nymphenburger Schlosspark, denn Simon kleidet sich gerne gut. Das hätte also gut mit seinem neu erstandenen Kurzmantel zusammengepasst. Es verschlug uns aber kurzfristig in die Innenstadt, denn wir mussten unsere Tour mit einem “last minute”-Silvestereinkauf kombinieren. Dann kämpften wir uns durch die Menschenfluten in der Fußgängerzone zum Hofgarten. Im anschließenden Arkadengang auf der Nordseite testete ich die nun bald 30 Jahre alte analoge Pentax ME Super, die ich letzte Woche zusammen mit einer 50mm Festbrennweite und einem Tokina 70-210mm Tele zu Hause im Keller wiederentdeckt hatte. Es ist wirklich erstaunlich, wie lange es dauert, bis man einen 36-Bilder Film voll bekommt. Eines der Dinge, die ich am analogen Fotografieren seit dem ersten Drücken auf den Auslöser der ME Super lieben gelernt habe, ist die langsame und überlegte herangehensweise, die man beim Gestalten des Bildaufbaus, der Wahl der Blende und dem Fokuspunkt an den Tag legt, denn das Fotomaterial ist begrenzt. Ich hatte schon einige schöne Portraits im Kasten, als wir von einem vorbeikommenden Fotografen einen Tipp bekamen: Vor der Akademie der Künste sei das Licht für Portraits besonders günstig, meinte er. Also nichts wie hin. Dort angekommen, war der Fotofilm endlich voll. Es war also an der Zeit, den billigen Testfilm gegen einen Schwarzweißfilm ersetzen. Aber wie rollt man einen Film auf? Jedenfalls nicht so, wie ich es mir dachte, also musste ich meinen ersten Farbfilm vor der Akademie der Künste zu Grabe tragen. Aus Fehlern lernt man, daher schoss ich zur Sicherheit auch einige Portraits mit meiner alten neuen digitalen Nikon. Einige der Ergebnisse aus der neuen Kamera könnt ihr nun hier sehen. Zugegeben, dieses Mal habe ich mir über den Ausdruck von Simons Persönlichkeit in den Bildern nur wenig Gedanken gemacht. Ich war zu sehr auf die alte Technik fixiert und viel Zeit hatten wir leider auch nicht. Trotzdem haben wir so zusammen mein fotografisches Jahr 2013 würdevoll abgeschlossen. _DSC5350 _DSC5291